Mülheim - Fragt man Google, bekommt man das Ergebnis links im Bild. Neben aktuellen Nachrichten gibt es eine Liste mit "ähnlichen Suchergebnissen". Da taucht Erdogan an erster Stelle auf, gefolgt von weiteren Türkei-Bezügen.
Das ist erstaunlich, weil ja Wahlkampf in Deutschland und nicht in der Türkei ist. Aber mit der gleichen Intensität, mit der Erdogan und seine Gefolgsleute ihren türkischen Wahlkampf in Deutschland betreiben, mischen sie sich in den BRD-Wahlkampf ein.
Die Duldsamkeit, mit der wir diese Einmischung hinnehmen, ist bewundernswert. Ausser einem leisen, verstockten Grummeln ist nichts zu hören. Der Volksmund kennt sich damit aus: Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dümmere ist. (rb/MF)
Mülheim - Warum machen wir noch diese Wahlwerbung so kurz vor dem 24. September? Bei einer Veranstaltung der Kampagne ‚Frische Luft für Mülheim‘ kamen wir vor wenigen Tagen miteinander ins Gespräch.
Uns wurde klar: Eine zukunftsweisende Gesundheits- und Umweltpolitik für den Bezirk Köln-Mülheim sehen wir im nächsten Bundestag von Karl Lauterbach, dem Direktkandidaten der SPD, besser vertreten als vom Konkurrenten der CDU, Herrn Nowak.
Die hohen Belastungen durch Umweltgifte und Abgase werden von der CDU nicht ernst genug genommen. Der Clevische Ring ist eins von vielen Beispielen. Wir geben unsere Erststimme Herrn Lauterbach. Frische Luft für Mülheim! (PR)
Waldbröl - Es gibt keine Nachttische neben den Betten, die aufgereiht in den spartanischen Schlafräumen stehen, es gibt keine Fernseher, Computer, nichts, was auf einen Hauch von Freizeit in einem Internat hindeutet.
Mit Befremden nahm der Sozialausschuss des Waldbröler Rates das auf, was ihm die Vertreter des islamischen Kulturvereins in den Räumen der ehemaligen Polizeiwache präsentierten.
„Das erinnert mich eher an eine Kaserne, als an ein Internat“, so der Ausschussvorsitzende Giebeler (UWG). Er befürchtet, das Mädcheninternat laufe der Integration und Weltoffenheit zuwider. (Kölnische Rundschau)
Köln - Die junge Mutter auf dem Fahrrad wird von der Polizei angehaltend. Sie radelte mit dem Handy am Ohr quer über die Neusser Straße mit ihrer kleinen Tochter im Kindersitz.
Würden die Fahrradpolizisten Axel Sommer und Andreas Schley eine Hitliste der meistgehörten Ausreden zusammenstellen, stünde „Ich musste nur schnell“ ziemlich weit oben. (Kölner Stadt-Anzeiger)
Kommentar: Vor Jahren wollte Velo2010, das Verkehrsbündnis von Polizei, Verwaltung und Radlern das Radfahren in Köln sicherer machen. Die Polizei baute dazu auf der Velo2010-Homepage eine vorbildliche Unfall-Dokumentation von Fahrradunfällen auf. Das hat nicht jedem gefallen und die Seite verschwand genau so wortlos, wie Velo2010. (rb)
Mülheim - Aus stummen Mauern sollten sprechende Wände werden. Beim Streetart-Festival Cityleaks letztes Jahr bespielte das Kölner Künstlerkollektiv Xenorama den Wiener Platz:
Auf zwei Fassaden wurden Interview- Ausschnitte mit Mülheimern Bürgern projiziert. In den Gesprächen geht es um den Strukturwandel im Viertel, um unterschiedliche Kulturen und um das Heimatgefühl.
2017 nimmt sich das Festival vom 01. bis zum 24. September Eigelstein, Hansaring und den Ebertplatz für ihre Aktionen vor. Ergänzend dazu gastiert vom 26.08. bis zum 14.09.17 das Urban Art Projekt TRANSURBAN in Köln. Mehr dazu im Veranstaltungs-Flyer. (rb/MF)
Deutz – Direkt neben der Deutzer Brücke am Rheinboulevard wird gerade das Müllhaus von HA Schult (78) aufgebaut. Der ist davon überzeugt, dass sich die Kölner über seine „Casa Colonia“ freuen:
„Genauso wie sie mein Flügelauto und meine Weltkugel erfreuen." Die „Casa Colonia“ wird Donnerstag, 31.08.17, um 11 Uhr eröffnet und ist 18 Tage lang zu begehen. Das Haus hat 5 Zimmer und besteht aus Holz und Müll, gesammelt an den Küsten Europas.
Gewidmet ist das Kunsthaus-Projekt dem Kölner Verein „Kunst hilft/Geben für Arme und Wohnungslose in Köln“. Der sammelt seit fünf Jahren für ein menschenwürdiges Zuhause für Wohn- und Obdachlose. (EXPRESS)
Deutz - Wenn am 21. Juli für die Kölner Lichter 2018 von einem Lastkahn auf dem Rhein aus tonnenweise Pyrotechnik in den Abendhimmel gefeuert wird, dürfte der Rheinboulevard am Deutzer Ufer erneut nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Die Bezirksvertretung Innenstadt kritisiert, dass die Verwaltung bis heute kein Konzept für den Boulevard vorgelegt hat. Ein grundsätzliches Konzept zum Umgang mit der Fläche bei Großveranstaltungen existiert nämlich bislang noch nicht.
Das Gremium hatte das bereits im vergangenen Jahr gefordert. Auf jeden Fall ist bei den Kölner Lichtern der rund 26 Millionen Euro teure Rheinboulevard nicht Teil der vom Veranstalter Nolden offiziell vermarkteten Fläche.